Generationsübergreifende Diversität
In den letzten Monaten bin ich häufig gefragt worden, was ich von der Selbstdarstellung bestimmter Vertreter der GenZ in den sozialen Medien halte. Die zum Teil sehr stark wertenden Aussagen haben mich dazu inspiriert, über dieses Thema aus einer “nicht wertenden” Perspektive nachzudenken. Dabei war mir die Arbeit von Rachele Focardi zum Thema “Reframing Generational Stereotypes” eine große Hilfe.
“Jede Generation bildet sich ein, intelligenter zu sein als die Generation vor ihr und weiser als die Generation nach ihr”.
Dieses Zitat von George Orwell, das in Racheles Buch enthalten ist, bringt die Sache auf den Punkt. Ich gehe davon aus, dass sich die meisten von uns damit identifizieren können. Dennoch würden wir es uns zu einfach machen, dies als eine allgegenwärtige Antwort auf das zu sehen, was derzeit mit dem Eintritt der Generation Z in den Arbeitsmarkt geschieht.
Es geht nicht darum, die GenZ konstant zufriedenzustellen
Ich persönlich denke, dass viele der GenZ-Vertreter eine großartige Arbeit leisten, indem sie den Unternehmen helfen, die Bedürfnisse der jungen Kollegen besser zu verstehen. Andererseits habe ich auch das Gefühl, dass sich viele Unternehmen bei ihrer Rekrutierungsstrategie zu sehr darauf konzentrieren, (ausschliesslich) der GenZ zu gefallen. Und dies sehr oft, um am Ende doch nur festzustellen, dass die erwartete Anerkennung für ihre Bemühungen gänzlich ausbleibt. Dies führt dazu, dass viele Menschen die GenZ als undankbar abstempeln, die GenZ ihrerseits sich immer noch nicht verstanden und einbezogen fühlt und die älteren Generationen sich umgangen vorkommen. Aber um einen positiven Wandel erfolgreich voranzutreiben, braucht es alle, unabhängig von ihrer Generation. Ist das nicht auch das, was wir von den GenZ gelernt haben?
Es geht um unterschiedliche Interpretationen von “Respekt”.
Rachele Fodardi hat viele Antworten darauf, wie man das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen fördern kann. Und das, obwohl sich die Bedürfnisse der meisten Menschen im Grunde gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Eine wichtige Erkenntnis für mich ist, dass es unterschiedliche Interpretationen von Respekt gibt und dass es sich lohnt, an einem gemeinsamen Verständnis der verschiedenen Ausdrucksformen in Organisationen zu arbeiten.
Wer mehr darüber erfahren möchte, wie man mit Generationenstereotypen umgeht, dem kann ich die Arbeit von Rachele Focardi sehr empfehlen. Es geht dabei vor allem darum, wie man den Dialog zwischen den verschiedenen Generationen in eine gemeinsame Sprache übersetzt.



